Wie packe ich meinen Rucksack für eine Alpenüberquerung? How to pack a backpack for a hike across the alps?

30 May 2018

 

Wenn man sich das erste Mal an eine Hüttentour wagt, sollte man vielleicht mit einer oder zwei Übernachtungen starten. Das Schlafen im Lager mit mehreren fremden Menschen, oft dicht an dicht, ist nicht jedermanns Sache. Gehörschutz ist sehr wichtig, sonst macht man unter Umständen kein Auge zu!

 

Bei einer Alpenüberquerung schläft man eine Woche lang auf Hütten und man muss sein ganzes Gepäck die Woche über selber tragen. Daher ist es immens wichtig, auf das Gewicht zu achten (des Rucksacks – nicht des Wanderers ;)).

 

Manchen mag das komisch oder kleinlich vorkommen, aber selbst 100 g mehr oder weniger machen auf die Strecke gesehen sehr viel aus.

 

Ein Rechenbeispiel: wenn ich davon ausgehe, dass ich pro Meter zwei Schritte brauche (im Anstieg sind die Schritte kürzer) und ja bei jedem Schritt das ganze Gewicht des Rucksacks hochheben muss, dann summieren sich 100 g bei einer Strecke von 10 km (= 20.000 Schritte) auf sage und schreibe 2 t, die ich stemmen muss!

 

Ich empfehle meinen Gästen, das Rucksackgewicht auf unter 10 kg zu drücken. Das ist nicht einfach, aber machbar. Es gibt inzwischen wirklich leichte und trotzdem gut tragbare Rucksäcke. Unbedingt im Sportgeschäft mit Gewicht füllen und probieren!

 

Hinsichtlich der Kleidung sind zwei Garnituren völlig ausreichend, unerlässlich ist jedoch der Wetterschutz und hierbei besonders eine wirklich warme Jacke. Zum Schlafen verwende ich eine dreiviertellange Merino-Skiunterhose und wenn’s richtig kalt ist, kann ich sie auch noch mit Kniestrümpfen kombiniert unter die Wanderhose anziehen. Handschuhe und Mütze sind in meinem Rucksack das ganze Jahr vorhanden. 

 

Beim Waschzeug kann man viel Gewicht einsparen, wenn man statt eines Waschbeutels einen Ziplock-Beutel nimmt. Wer auf Duschgel und Shampoo nicht verzichten kann, muss in kleine Flaschen umfüllen. Alternativ kann man sich auch die Haare mit Seife waschen – ja, das geht! Und wieder 100g gespart, ein Stück Seife ist viel leichter als zwei Flaschen. Ein leichtes Outdoorhandtuch noch und ein paar wasserdichte Säcke oder Plastikbeutel komplettieren das Ganze. Sonnencreme, eine gute Sonnenbrille und evtl. ein Hut sollten nicht fehlen im Gebirge.

 

In meinem Rucksack als Führerin findet sich dann noch ein umfangreiches Erste-Hilfe-Set und ein Biwaksack als Notfallausrüstung, sowie ein Beutel mit allerlei hilfreichem Zeug wie Kompass, Stirnlampe, Panzertape, Taschenmesser, Kabelbinder, Klopapier usw. Auch Kartenmaterial muss ich dabeihaben. Mein Fernglas darf ebenso wenig fehlen wie eine Powerbank als Reserve für das aufgeladene Handy. Dann noch der Foto, Ladekabel und ein paar Müsliriegel bzw. Studentenfutter als Notfallverpflegung.

 

So komme auch ich auf ca. 10,5 kg, ohne Wasser gerechnet. Zwei 0,75l Flaschen wiegen nochmals 1,5 kg, macht also 12 kg, die jeden Tag hinauf und wieder hinunter getragen werden wollen. Fitnesstraining pur!

 

If you dare to make a hike through the mountains and spend the nights at various cabins for the first time, you should try this with only one or two overnight stays. Sleeping between several unknown people, often very close to each other, isn’t suitable for everybody. If you don’t use earmuffs, it could be that you won’t sleep a single second!

 

During a hike across the alps you will sleep in cabins one week long and you will have to carry your luggage yourself for the whole week. Therefore it is essential to consider the weight (of the backpack – not the hiker ;)).

 

Some of you might think this is strange or pedantic, but even 100 g more or less amount to a lot concerning the whole distance.

 

An example: if I assume that I need two steps for each meter (during ascending the steps are shorter) and I have to lift the total weight of the backpack with every single step, then the 100 g amount to 2 tons on a distance of 10 km (= 20.000 steps). And these 2 tons I have to lift!

 

I recommend to my guests to decrease the weight of the backpack to less than 10 kg. That isn’t easy, but possible. You can find really light but well portable backpacks. But – try them in the shop filled with some weight!

 

As far as clothing is concerned, I can say that two sets are enough, but you cannot do without your weather protecting clothes and a really warm jacket. For sleeping I use ¾ merino underwear pants, which I can also wear beneath my hiking trousers, if it is really cold. The whole year you can find a cap and gloves in my backpack.

 

You can spare a lot of weight, if you take a ziplock-bag instead of a real toilet bag. You are lucky if you take a piece of soap with you. It’s possible to wash one’s hair also with soap and you spare another 100g in comparison to two small bottles of shower gel and shampoo. A light outdoor-towel and some waterproof bags or plastic bags to complete the whole thing. Not to forget sunlotion,  good sun glasses and eventually a hat.

 

In my personal backpack as a guide you can also find a comprehensive First-Aid-Kit and a bivy bag for emergencies as well as a bag with a lot of helpful tools as compass, headlamp, duck tape, pocket knife, cable ties, toilet paper and so on. I also have to carry maps with me, not to miss my binoculars and a powerbank as a reserve for my charged mobile phone. And my camera, charging cables and some granola bars or nuts for snacking on the way.

 

With all these things, my backpack has a weight of 10,5 kgs, without water. Two 0,75l bottles have another 1,5 kg, that makes 12 kg, which I have to bear up and down the mountains. The best workout ever!

 

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