Vorbereitung auf meine Alpenüberquerung / Preparing for a tour across the Alps

18 Sep 2017

 

Dieses Jahr führte ich zum ersten Mal eine Alpenüberquerung. Bereits seit langer Zeit geisterte mir dieses Projekt im Kopf herum und als sich nun die Gelegenheit ergab, griff ich zu.

 

Bald jedoch bekam ich Angst vor meinem eigenen Mut. Sieben Tage am Stück wandern, täglich mindestens sechs Stunden und mehr als 1.000 Höhenmeter im Aufstieg und dann noch die Verantwortung für eine Wandergruppe schüchterten mich ziemlich ein. Ob ich dem gewachsen sein würde?

 

Nun, der einzige Weg dies herauszufinden, war es zu versuchen. Aber ich wollte nicht unvorbereitet starten und so machte ich mir einen Trainingsplan.

 

Es waren noch genau acht Wochen Zeit bis zum Start. Also nahm ich mir fest vor, regelmäßig und ohne Ausnahme an unserem Lauftreff in Lienz teilzunehmen. Jede Woche dienstags und donnerstags laufen wir ca. eine Stunde. Zusätzlich wollte ich wöchentlich noch eine Tour mit mindestens 1.000 Höhenmetern unternehmen, wenn möglich am Wochenende zusammen mit meinem Mann Thomas und unseren Lauffreunden.

 

Meist klappte dies auch so. Obwohl meine Bergläufer-Freunde unterschiedliche Trainingsstrecken hatten, es gab immer eine Hütte als Ziel. Dort trafen wir uns dann für unsere wohlverdiente Pause. Während der Wochen, in denen sie keine langen oder steilen Läufe geplant hatten, wanderte ich alleine von zu Hause weg.

 

Zusätzlich fuhren Thomas und ich noch ein Wochenende ins Steinerne Meer, da mir dieses Gebiet völlig unbekannt war, und durchquerten es auf zwei verschiedenen Routen mit Übernachtung auf dem Riemannhaus. Da machten wir dann auch nochmal 2100 hm und 25 km.

 

Auch erkundete ich noch drei Tage vor dem Start der Tour die Untere Pfandlscharte von der Südseite her. Hier sollte der Übergang über den Alpenhauptkamm erfolgen und dies war gleichzeitig der höchste Punkt der gesamten Woche (2.662 m). Der Kessel südöstlich der Scharte war noch tief verschneit und man musste sich den Weg selber suchen, da fast alle Markierungen unter dem Schnee versteckt waren. Auch die Scharte selber hatte noch einige Meter Schneeauflage. Nordseitig war vom Weg ebenfalls nicht viel zu sehen, nur ganz unten konnte ich mit dem Fernglas den Pfad erkennen. Nach viereinhalb Stunden, 8 km und 770 Höhenmetern im Auf- und Abstieg kehrte ich ziemlich erschöpft zum Auto zurück und beschloss, auf die Tour unbedingt Grödeln („Schneeketten“ für die Schuhe) mitzunehmen.

 

Dies sollte sich noch als goldrichtig erweisen...

 

 

 

This year for the first time I got the opportunity to guide a tour across the Alps. For quite a long time I had been thinking about this project and when the possibility came up, I agreed.

 

But soon I got fear of my own courage, because to hike seven days running, each day at least for six hours and more than 1000 meters in elevation gain and to do this bearing responsibility for a group of hikers awed me a lot. Would I be capable of handling this?

 

Well, the only way to find out was to try it. But I didn’t want to start unprepared and so I made myself a training plan.

 

There were exactly eight weeks remaining up to the start. So, I first planned to join regularly and without any exception our jogging group in Lienz. They always run on Tuesday and Thursday in the evening for about one hour. In addition to that I planned to make a training tour with at least 1000 m elevation gain together with my husband Thomas and our trail running friends, if possible every weekend.

 

Most of the time we managed to do so. Although the trail runners had different training routes, they always had a mountain hut as destination. There we met each other for our well-deserved break. During those weeks, where no long our high-up runs were planned, I hiked on my own, starting at home.

 

In addition to that Thomas and I went for a two-days hike to Steinernes Meer, because this area was totally unknown to me. There we made another 2100 m elevation gain and 25 km in length.

 

Also, the Untere Pfandlscharte was explored only three days before the start of the tour from the south side. Here the pass over the Alps should happen and this was also the highest point of the whole week (2662 m a.s.l.). The cirque southeast of the gap between two peaks was filled with snow and I had to find the way on my own, because nearly all marks were hidden under the snow. On the north side, you couldn’t see the path either. After 4.5 hours, 8 km and 770 m up and down I finally reached my car again and decided to carry with me some so-called “Grödeln”, which are a kind of snow chains for the shoes.

 

This should have been the right choice…

 

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